Rauchen aufhören durch Austricksen: Wie ich, Hellseherin Tedora, mit 69 den unbewussten „Klick-Moment“ erlebte
Wenn mir früher jemand gesagt hätte, dass ich irgendwann mal als Nichtraucherin durchs Leben gehe, hätte ich laut gelacht. Ich habe geraucht, seit ich 13 Jahre alt war. Sechs Jahrzehnte lang. Und ich war keine Gelegenheitsraucherin, ich war eine Hardcore-Kettenraucherin mit drei Packungen am Tag.
Das Verrückte war: Ich wollte eigentlich gar nicht aufhören. Ich habe das Rauchen geliebt. Mein ganzer Alltag war um die Zigarette herumgebaut. Restaurants oder Cafés habe ich früher nur dann wirklich genossen, wenn man im Sommer draussen sitzen konnte oder das Lokal einen Raucherraum hatte. Das Essen? Das war ehrlich gesagt oft nur die Zwischenbeschäftigung für den eigentlichen Rauchgenuss danach. Ich war eine dieser „komischen“ Kettenraucherinnen: Ich hasste den kalten Rauchgeruch, rauchte nie im Auto oder in der Wohnung, ausser in meinem Büro. Dort glühte der Stängel, während ich gleichzeitig wie verrückt lüftete. Angst vor Krebs hatte ich nie.
Und dann kam der 8. September 2022. Ein ganz normaler Tag, der mein Leben für immer verändern sollte ohne dass ich es in diesem Moment überhaupt ahnte.
Der 8. September 2022: Als die Faulheit meine Sucht besiegte
Ich wohne auf dem Land. Weil der Weg zum Einkaufen weit ist, hatte ich eigentlich immer mehrere Stangen Zigaretten auf Vorrat zu Hause. Doch an diesem einen Wochenende passierte es: Der Vorrat war leer. Ich stand vor der Entscheidung, mich ins Auto zu setzen und extra zum Supermarkt zu fahren.
Aber anstatt loszufahren, spürte ich eine tiefe Faulheit. Ich sagte mir einfach: „Ach, probier es mal ohne. Wenn es gar nicht mehr geht, kannst du ja auf der Autobahn an der Tankstelle immer noch welche kaufen.“
Ein leerer Vorrat auf dem Land und das psychologische „Hintertürchen“
Was ich damals unbewusst tat, war ein genialer psychologischer Schachzug gegen mein eigenes Gehirn. Wenn wir uns radikal sagen: „Ab heute rauche ich NIE WIEDER!“, bricht im Kopf sofort Panik aus. Das Gehirn rebelliert gegen das Verbot, die Sucht schreit lauter und der Entzug wird unerträglich.
Indem ich mir dieses kleine, feine Hintertürchen offenhielt („Ich kann ja jederzeit auf die Autobahn fahren, wenn ich will“), nahm ich dem Monster die Macht. Es gab keinen inneren Kampf. Mein Gehirn blieb völlig entspannt, weil es dachte, es hätte immer noch die Kontrolle und die freie Wahl. Dieses Austricksen war tausendmal besser als jeder eiserne Wille.
Das Pfeifen beim Einschlafen: Wenn der eigene Körper den Takt vorgibt
Es gab allerdings noch einen blinden Passagier bei dieser Entscheidung: Mein eigener Körper hatte kurz zuvor angefangen, mir leise Signale zu senden. Jedes Mal, wenn ich mich abends ins Bett legte und einschlafen wollte, fing meine Lunge an zu pfeifen. Dieses Geräusch in der Stille des Schlafzimmers hat mich unfassbar gestört. Es passte einfach nicht zu meinem Bedürfnis nach Sauberkeit und Frische. Ohne dass ich eine Riesenangst vor Krankheiten hatte, signalisierte mir mein Körper ganz pragmatisch: Es reicht jetzt.
Mein „komischer“ Abschied: Vom peniblen Lüften zum finalen Putzrausch
Bevor ich den Schalter endgültig umlegte, gab es noch ein ganz bewusstes Abschiedsritual. Ich war, wie gesagt, eine ziemlich penible Kettenraucherin. Also habe ich die allerletzte Packung, die ich noch im Büro hatte, hintereinander weggemacht und zu Ende geraucht. Als der letzte Glimmstängel aus war, packte mich ein regelrechter Rausch.
Ich habe alle Aschenbecher im Haus zusammengesucht, gründlich gewaschen und tief im Schrank verbannt. Danach schnappte ich mir Putzlappen und Reiniger: Der PC, der Laptop, die Schränke, die Tische, das Fenster, alles in meinem Büro wurde geschrubbt und vom gelb-braunen Nikotinfilm befreit. Es war der symbolische Strich unter ein 60-jähriges Kapitel meines Lebens. Der Raum war sauber, und ich war es auch. Es brauchte fast ein ganzes Jahr bis mein Büro nicht mehr nach Rauch roh. Mit Wändestreichen, hötte man die Zeit bestimmt verkürzen können, was ich aber nicht wollte. Ich wollte den Abschied in allen Nuancen erleben.
Drei Wochen YouTube und Bett: Meine instinktive Entgiftungs-Strategie
Was danach kam, war kein leichter Spaziergang, aber ich habe mir einfach erlaubt, komplett egoistisch zu sein. Ich habe mich für etwa drei Wochen richtiggehend gehen lassen. Ich habe nicht gegen den Entzug angekämpft, sondern mich ihm einfach hingegeben.
Mein Alltag sah drei Wochen lang so aus: Im Bett liegen, schwitzen, auf dem Laptop YouTube-Filme ansehen, einschlafen, aufwachen, essen, nur dann, wenn ich hunger habe, täglich mind. zwei Eier, viel Vitamin C, mehrmal am Tag duschen, öfter als üblich Bettwäsche wechseln, und wieder ab ins Bett + literweise Zimt – und Brennesseltee Ich habe meinem Körper die Ruhe gegeben, die er für diese gigantische Umstellung brauchte. Da ich einen guten Lebensmittelvorrat hatte, musste ich kaum einkaufen gehen. Das Schwitzen hat den Dreck heraustransportiert(so habe ich empfunden), die Filme haben mein Gehirn abgelenkt. Nach diesen drei Wochen war der Spuk vorbei. Es klingt fast zu einfach, aber genau so war es: Der körperliche Drang war weg.
Fairerweise muss ich hier erwähnen, dass ich alleine lebe und in dieser Zeit keine Besucher empfing. Ich hatte dadurch die absolute Freiheit, mich vollkommen gehen zu lassen, was natürlich so nicht klappt, wenn man Familie hat oder nicht alleine wohnt. Für diesen Fall würde ich einfach empfehlen, sich diese Zeit ganz bewusst alleine irgendwo zu nehmen, an einem Ort, wo niemand und nichts einem vorschreibt, ob man gerade etwas machen muss oder eben nicht. Es ist wie eine kleine, heilsame Auszeit, um danach vollkommen rauchfrei zu Familie oder PartnerIn zurückzukommen und das gemeinsame Leben noch viel mehr und unbeschwerter zu geniessen.
Der Kaffee-Schock: Als mein Lieblingsgetränk plötzlich die Scheidung einreichte
Mit dem Rauchstopp kam allerdings eine Überraschung, mit der ich im Leben nicht gerechnet hatte. Früher habe ich jede freie Minute genutzt, um eine Tasse Kaffee zu trinken und dazu genüsslich zu rauchen. Ich trank locker 6 bis 8 Tassen Kaffee am Tag, ich habe es einfach geliebt. Doch von einem Tag auf den anderen passierte etwas Eigenartiges: Der Kaffee schmeckte und roch überhaupt nicht mehr so, wie ich es gewohnt war. Er schmeckte mir schlichtweg nicht mehr.
Heute weiss ich, warum: Über die vielen Raucherjahre lang waren Kaffee und Zigaretten in meinem Gehirn die absoluten „Sucht-Zwillinge“. Ohne das Nikotin wirkte das Koffein plötzlich viel intensiver, und meine regenerierten Geschmacksknospen waren von den über 800 Aromen des Kaffees völlig überfordert. Es hat tatsächlich fast vier Jahre gedauert, bis mir der Kaffee wieder richtig schmeckte. Erst seit wenigen Monaten riecht und schmeckt er wieder wie früher. Der Unterschied zu damals? Ich habe kaum noch Verlangen danach. Heute trinke ich maximal eine bis zwei Tassen am Tag, meistens bleibt es bei einer einzigen. Aus der alten Kaffeesucht ist ein echter, bewusster Genuss geworden.
Warum ich keine fanatische Nichtraucherin geworden bin (Und das Argument, das mich wirklich wurmte)
Obwohl ich heute rauchfrei bin, bin ich absolut tolerant geblieben. Wenn andere in meiner Gegenwart rauchen, stört mich das nicht – mich stört höchstens der kalte Rauch, weil er unangenehm riecht. Ich bin keine dieser besserwisserischen, missionarischen Ex-Raucherinnen geworden. Wie könnte ich auch? Ich weiss schliesslich als Ex- Kettenraucherin ganz genau, wie tief und fest man in dieser Sucht stecken kann.
Wenn ich heute Raucher sehe, empfinde ich kein Belehren, sondern eher ein leises Bedauern. Mir tut es einfach leid, dass man das Gefühl der Freiheit nicht klar genug erklären kann. Man kann jemandem, der noch raucht, kaum begreiflich machen, wie unglaublich schön und unbeschwert das Leben ohne Zigaretten ist.
Früher, als ich noch geraucht habe, gab es ein Gegenargument in meinem Kopf, das mich seit Jahren viel mehr gewurmt hatte als die reine Tatsache, dass ich Kettenraucherin war. Ich habe mich immer gefragt: „Warum schaffen es eigentlich alle anderen Menschen da draussen, ihren Stress ohne Zigaretten zu bewältigen, und ich nicht?“ Diese Frage hat mich insgeheim richtig gestört. Heute kenne ich die Antwort: Es war nie der Stress, den die Zigarette gelöst hat, es war immer nur der Entzug, den sie kurzzeitig betäubt hat. Ohne den Glimmstängel lebt es sich im Alltag in der Tat viel gelassener.

Rauchen aufhören: Meine persönliche Bilanz nach 1’495 Tagen Freiheit: Es lohnt sich für Körper, Geist und Herz!
Mein Fazit mit 73: Über 23’000 Euro (Discounter Zigaretten Preise) gespart und die Freiheit im Kopf
Wenn ich heute mit 73 Jahren zurückblicke, bin ich einfach nur erstaunt. Ich habe neulich aus reiner Neugierde mal nachgerechnet, was ich seit dem 8. September 2022 eigentlich an Geld nicht ausgegeben habe. Bei durchschnittlich drei Packungen der günstigen Discounter-Eigenmarken am Tag kommt da nach über 1’400 Tagen eine schwindelerregende Summe zusammen. Ich habe mir und meinem Körper über 4’400 Schachteln Zigaretten erspart, was einer gigantischen Ersparnis von rund 23’300 Euro oder über 25’700 Schweizer Franken entspricht. Und das wohlgemerkt bei den günstigsten Eigenmarken, bei teureren Markenzigaretten würde diese Summe weitaus höher ausfallen und sich sogar fast verdoppeln. Zeitraum: 8. September 2022 – 12. Oktober 2026
Das Geld ist das eine, es ist der Gegenwert eines schönen Autos oder einer unvergesslichen Weltreise. Aber das eigentliche Geschenk ist die Lebensqualität. Mein Pfeifen beim Einschlafen ist weg, mein Haus riecht frisch, und das Beste ist, dass ich in keinem Restaurant mehr im Kalten sitzen muss, nur um rauchen zu können. Ich habe mir mit 69 Jahren meine ganz persönliche Freiheit zurückgeholt. Und wenn ich das nach so vielen Jahren Kettenrauchen geschafft habe, einfach so, mit ein bisschen Faulheit und einem cleveren Hintertürchen, dann zeigt das: Es ist wirklich nie zu spät, um ein neues Kapitel zu beginnen.
Nun die abschliessende Kardinalfrage; weiter Rauchen oder aufhören?
Antwort: Definitiv aufhören!
Manchmal beginnt Veränderung ganz anders, als wir denken
Mein Rauchstopp hat mir gezeigt, dass selbst jahrzehntelang eingeübte Gewohnheiten nicht für immer bleiben müssen. Manchmal braucht es keinen gewaltigen Kampf, sondern einen neuen Blick auf das eigene Leben.
Vielleicht kennst du das auch: Du möchtest etwas verändern, aber bestimmte Gedanken, Ängste oder Verhaltensmuster halten dich immer wieder zurück.
Als Hellseherin Tedora begleite ich Menschen seit vielen Jahren mit einer klaren, ehrlichen und bodenständigen spirituellen Beratung. Dabei geht es nicht um Wunder oder falsche Versprechungen, sondern darum, die eigene Situation besser zu verstehen, neue Perspektiven zu entdecken und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Meine Beratung ist keine medizinische Suchttherapie. Aber wenn du dir mehr Klarheit über deine Lebenssituation, deine Entscheidungen oder festgefahrene Muster wünschst, bin ich gerne für dich da.
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