Gaddafi am Ende?
Sanktionen gegen Gaddafi,
Milliarden werden eingefroren,
Politiker zeigen «couragiert» Farbe und prangern wieder einer ihrer exzentrisch exotischen Ex- Kollegen öffentlich an.
Erstwelt Bürger sind entzückt und jubeln, endlich hat der Tyrann gezeigt bekommen, wo es entlang geht! Das kann er nicht machen, Nicht mit uns!
Niemand macht sich Gedanken darüber, wie viel Millionen Gaddafi- Clan Hinter der Kulissen kassiert, damit Westen selbstherrlich seine Bürger aus Libyen rausfliegen kann.
Nichts neues in der Welt, alles mal gewesen, inkl. internationale MASSEN-HEUCHELEI.
Wie praktisch, dass es Wikileaks gibt, so braucht man nur genügende Kuckuckseier verteilen und anstatt aufwändige Infiltrationen nur mit der Opposition reden und alles wieder elegant so einfädeln, wie man es sich am liebsten gönnen möchte.
Ein Gaddafi geht, der nächste wird schon kreiert. Die Weltpolitik braucht immer Gaddafis, damit auserwählte Politiker zeigen können, wie gut sie politische Vorgänge Weltweit im Griff haben.

Erst geliebt, verwöhnt, toleriert, dann für Monster erklärt. Mommar al Gaddafi- Libyen
Übrigens, die wichtigsten Reichtümer Libyens sind nicht die Ölquellen, sondern Wasser. Das weltweit größte Wasser Reservoir!
Nachtrag aus meiner heutigen Sicht – August 2026
Diesen Text schrieb ich am 27. Februar 2011. Ich lasse ihn bewusst so stehen, wie er damals entstanden ist – als Momentaufnahme einer Zeit, in der der Ausgang der Ereignisse noch nicht feststand.
Nur wenige Monate später, am 20. Oktober 2011, war Muammar al-Gaddafi tot. Ein Mann, der über Jahrzehnte von der internationalen Politik zugleich hofiert, gefürchtet, gebraucht und verurteilt worden war, verschwand von der politischen Bühne.
Geblieben ist eine Frage, die weit über Gaddafi hinausreicht: Was geschieht eigentlich, nachdem der erklärte Tyrann und einstige Umgarnte beseitigt ist?
Denn mit dem Sturz eines Herrschers verschwinden weder die Interessen fremder Staaten noch die Machtkämpfe, wirtschaftlichen Begehrlichkeiten oder Widersprüche internationaler Politik.
Im Rückblick erscheint mir deshalb weniger entscheidend, ob jede Einschätzung dieses damaligen Textes richtig war. Bemerkenswert ist vielmehr, wie schnell aus ehemaligen Gesprächspartnern Feinde werden können und wie rasch aus politischer Nähe moralische Distanz wird, sobald sich Interessen verschieben.
Gaddafi ging. Die Mechanismen blieben.
Und noch etwas gehört für mich heute zu diesem Rückblick: Das libysche Volk hat heute keinen Gaddafi mehr, aber es lebt deshalb nicht automatisch besser.
Unter seiner Herrschaft gehörten umfassende staatliche Zuschüsse und soziale Leistungen zum selbstverständlichen Alltag. Nach seinem Sturz verschwanden diese Sicherheiten fast vollständig oder wurden so stark zurückgebaut, dass sie heute praktisch keine Rolle mehr spielen. Der radikale Systemwechsel traf die Bevölkerung unvorbereitet.
Plötzlich müssen die Menschen für Lebensbereiche tief in die Tasche greifen, die damals als garantiertes Grundrecht völlig kostenlos waren: Wohnraum, Familienzuschüsse und Bildung inklusive aller Schulmaterialien. Auch die staatlich finanzierte Unterbringung bei Studienaufenthalten oder medizinischen Behandlungen im Ausland samt Begleitperson ist weggefallen. Diese neue finanzielle Last trifft auf eine wirtschaftliche Lage, die sich für viele Libyer schmerzhaft verschlechtert hat.
Ein Diktator kann verschwinden. Doch sein Sturz allein schafft weder Frieden noch Wohlstand.
Das ist die Seite solcher «Befreiungen», über die später nur noch selten gesprochen wird. Ein Regime zu stürzen ist schnell geschehen. Eine Gesellschaft danach stabiler, wohlhabender und lebenswerter zu machen, ist eine ganz andere Geschichte, wie der IRAK auf geradezu tragische Weise gezeigt hat.
Vielleicht liegt darin eine der bittersten Lehren aus Libyen: Es ist vergleichsweise einfach, der Welt den Fall eines Herrschers als Befreiung zu präsentieren. Sehr viel schwieriger ist es, Jahre später danach zu fragen, wie die Menschen tatsächlich leben, wenn die Kameras längst weitergezogen sind.
Und am Ende zählt für die Bevölkerung nicht, wie Politiker einen Umsturz nennen, sondern wie sie danach lebt.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Konstante der Weltpolitik: Die Namen wechseln, die Rollen werden neu verteilt, doch das Spiel um Macht, Einfluss, Rohstoffe und Deutungshoheit beginnt immer wieder von vorn.
Und die bitterste Ironie bleibt: Unabhängig von Gaddafis Grausamkeiten besass Libyen ein soziales Versorgungssystem, von dem Bürger in Europa und den USA trotz immer höherer Steuerlast und unaufhörlich steigender Krankenkassenbeiträge seit Jahrzehnten nur träumen können.
Hellsicht trifft Klarheit: Ihre persönliche Begleitung
Die Weltpolitik ist komplex, doch oft sind es die persönlichen Fragen des Lebens, die uns am meisten beschäftigen. Suchen auch Sie Klarheit in stürmischen Zeiten? Ob berufliche Neuorientierung, spirituelles Wachstum oder der Blick hinter den persönlichen Schleier, ich begleite Sie gerne mit meiner Intuition und langjährigen Erfahrung.
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